Zum "Utopia"-Release: Polizei teilt Bericht zur Astroworld-Tragödie
Bild von Travis Scott

Am Freitag releaste Travis Scott sein lang erwartetes Album "Utopia" – am selben Tag veröffentlichte die Houstoner Polizei ihren Bericht über die Astroworld-Tragödie, bei der 10 Menschen ums Leben kamen und viele Hunderte verletzt wurden. Jetzt wirft Travis' Anwalt dem Houston Police Department Diskreditierung vor.

Veröffentlichung der Astroworld-Berichte ist "alles andere als zufällig"

Der Bericht zum Astroworld-Festival ist über 1200 Seiten lang und wurde von der Houstoner Polizei auf Twitter veröffentlicht:

Bereits seit einem Monat steht fest, dass der US-Rapper für seine Beteiligung am Astroworld-Festival "weder strafrechtlich noch anderweitig belangt" wird. Travis soll nichts von den Ereignissen im Publikum gewusst haben, zudem habe er die Show dreimal unterbrochen. Die für die Sicherheit mitverantwortlichen Behörden hingegen, hätten die Situation falsch eingeschätzt, so ein Vertreter des "Sicko Mode"-Artists.

Nun kritisiert einer der Anwälte von Travis Scott, Kent Schaffer, in einem Statement den Zeitpunkt, zu welchem die Houstoner Polizei den Astroworld-Bericht teilte. Dass die Veröffentlichung auf dasselbe Datum wie der Release von "Utopia" fällt, sei "alles andere als zufällig"

"Es ist empörend, dass das Houston Police Department auf Taktiken zurückgreift, die versuchen, Travis und sein Team zu diskreditieren."

Darüber hinaus äußert Schaffer, dass die Behörden bewusst "Zweifel daran aufkommen lassen" würden, wie sich die Tragödie Travis' nach zugetragen haben soll. Ebenfalls wirft sein Anwalt der Polizei vor, aus der Absicht zu handeln, von "ihren eigenen kritischen Fehlern ab[zu]lenken".

Des Weiteren behauptet Travis' Anwalt, dass die Polizei von dem Release seines neusten Albums gewusst habe. Er wirft den Behörden vor, den vergangenen Freitag absichtlich ausgewählt zu haben, um die Verkaufszahlen von "Utopia" zu beeinträchtigen. 

Auf diesem Weg wolle die Polizei laut Kent Schaffer Last von den Schultern der Strafverfolgungsbehörden nehmen. Diese seien wohl aktuell unter Druck gesetzt worden. Wie bereits bekannt ist, wurde nämlich auf eine Anklage Travis Scotts verzichtet. Außerdem stehen noch die  Zivilklagen der Familien der Opfer aus. Inwiefern ein solcher Bericht Druck von den Behörden nimmt, erläutert er nicht.

Die Houstoner Polizei hingegen behauptet, dass es sich bei dem Veröffentlichungsdatum um einen "Zufall" handele.

Mehr über Travis Scotts neustes Album "Utopia" findet ihr hier:

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